Eugène Demangeot
wurde am 25. Februar 1897 in Montbronn (Mosel) geboren. Er arbeitete als Eisenbahner bei der Société des chemins de fer d'Alsace-Lorraine, war kommunistischer Aktivist.
Bei den Kommunalwahlen vom 5. und 12. Mai 1935 in seinem Wohnort Falck (Mosel) kandidierte Eugène Demangeot auf einer kommunistischen Liste, wurde aber nicht gewählt. Am 17. Mai 1936 organisierte er eine kommunistische Versammlung in Falck.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Vater von vier Kindern am 16. Juni 1944 von der Gestapo wegen Widerstands verhaftet. Drei Wochen lang war er in Metz-Queuleu inhaftiert. Am 27. Juni brachte man ihn und 60 weitere Männer, darunter acht Eisenbahner, die bei der Razzia vom 23. Mai 1944 in den SNCF-Werkstätten Montigny verhaftet worden waren, in das Lager Natzweiler. Dort arbeitete er im Außenlager Markirch, dann ab September in Neckargartach. Seine Natzweiler-Nummer war 18169. Nach dem Bombenangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 führte Eugène Demangeot als Kapo eine Gruppe von Häftlingen an, die mit der Sortierung von Eisenbahnschienen beauftragt war. Anfang März 1945 zog er sich bei solchen Arbeiten in der Kälte eine schwere Erkältung zu. Deshalb kam er ins Krankenrevier. Dort verstarb er zwei Wochen vor dem Lagerende am 15. März 1945.