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Henri Mangenot

Henri Mangenot wurde am 8. Dezember 1909 in Metz-Wappingen (Woippy) in Lothringen geboren. Er war Eisenbahnsekretär, verheiratet, und hatte zwei Kinder. Man verhaftete ihn am 23. Mai 1944 als Partisan („franc-tireur“). Da er Lothringer war, wurde er in der KZ-Verwaltung als Volksdeutscher geführt. In Metz-Queleu war er 35 Tage mit verbundenen Augen und gefesselten Händen in Haft (Goldschmitt 1, S. 36). „Oft und grausam [wurde er] mit Gewehrkolben und Bajonett geschlagen“ (Goldschmitt 1, S. 36). Nach vier Tagen im KZ Natzweiler (Nummer 18190), in das er von der Sicherheitspolizei Metz eingeliefert wurde, kam er Anfang Juli 1944 in das Außenlager Markirch, wo er Beton mischen, Backsteine und Betonklötze tragen musste. 

Anfang September kam er, in einer Gruppe von 600 Mitgefangenen, ins Außenlager Neckargartach. Der Transport dauerte vier Tage. Hier arbeitete er im Bergwerk und musste Salzabraum zerkleinern. Er litt unter schlechter Nahrung, Läuseplage und dem kriminellen Block-Kapo sowie dem Lagerältesten. Als Typhuskranker war er fast ohne medizinische Hilfe. Unterstützung bekam Mangenot durch Rotkreuzpakete sowie durch Elsässer, die den Gefangenen auf unterschiedliche Weise halfen, aber auch durch zwei Wachleute.

Mangenot wurde am Ostersamstag, 31. März 1945, mit 90 anderen Häftlingen in einem Waggon als Teil der per Zug Evakuierten nach Dachau transportiert, wo er erst am 9. April ankam (Dachau-Nummer 150784). Die Ernährung und Bekleidung während der Fahrt waren katastrophal. Grausame Einzelheiten dabei deutet er nur an. In seinem Waggon starben elf Kameraden, von den 300 in den Waggons insgesamt etwa 50. Die Toten wurden „längs der Eisenbahnlinie“ (Goldschmitt 1, S. 36) bestattet. 

Henri Mangenot starb am 28. März 1980 in seinem Geburtsort.